Konto gepfändet
Die Bank meldet eine Pfändung und du kommst nicht mehr an dein Geld? Mit dem P-Konto schützt du dein Existenzminimum.
- Lass dein Konto sofort in ein P-Konto umwandeln. Jede Bank muss das kostenlos tun – innerhalb von vier Geschäftstagen. Du brauchst dafür nur einen kurzen Antrag.
- Wichtig: Innerhalb eines Monats handeln. Wandelst du das Konto innerhalb eines Monats nach der Pfändung um, gilt der Schutz rückwirkend ab der Pfändung.
- Lass dir eine Bescheinigung für höhere Freibeträge ausstellen, wenn du Kinder hast oder für jemanden Unterhalt zahlst. Das machen Schuldnerberatungen, Familienkasse, Jobcenter oder Arbeitgeber.
- Melde dich bei einer Schuldnerberatung. Sie ist bei Verbraucherzentralen, Wohlfahrtsverbänden und Kommunen kostenlos.
Danach
- 1
Wie viel bleibt geschützt?
Auf dem P-Konto sind seit 1. Juli 2026 pro Monat 1.590 € geschützt (gilt bis 30. Juni 2027). Der Betrag wird jedes Jahr zum 1. Juli angepasst. Für Kinder und Unterhaltspflichten erhöht er sich.
- 2
Nicht verbrauchtes Guthaben
Was du in einem Monat vom Freibetrag nicht verbrauchst, kannst du in die nächsten drei Monate mitnehmen.
- 3
Nur ein P-Konto
Du darfst nur ein einziges P-Konto haben. Wer mehrere angibt, riskiert Ärger.
Gut zu wissen
Eine Kontopfändung fühlt sich an wie das Ende. Ist sie aber nicht. Das P-Konto sorgt dafür, dass du Miete, Strom und Essen weiter bezahlen kannst. Danach geht es darum, mit Hilfe einer Schuldnerberatung einen Plan zu machen.
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand: November 2026.

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