A
Abgeltungsteuer
Steuer auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Sie beträgt 25 % plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer und wird meist direkt von der Bank abgeführt.
💡 100 € Zinsen über dem Freibetrag → rund 26,38 € Steuern (ohne Kirchensteuer).
Mehr dazu →Aktie
Ein Anteil an einem Unternehmen. Steigt der Wert des Unternehmens, steigt meist auch die Aktie – und umgekehrt. Manche Unternehmen zahlen Dividenden.
Aktivrente
Seit 2026 können Angestellte nach Erreichen der Regelaltersgrenze bis zu 2.000 € im Monat steuerfrei hinzuverdienen.
Mehr dazu →Altersvorsorge
Alles, was du heute tust, damit du im Alter genug Geld hast: gesetzliche Rente, Betriebsrente, private Vorsorge, abbezahlte Immobilie.
Mehr dazu →Anleihe
Ein Wertpapier, mit dem du einem Staat oder Unternehmen Geld leihst und dafür Zinsen bekommst.
Mehr dazu →Annuität
Gleichbleibende Rate eines Kredits aus Zins und Tilgung. Am Anfang ist der Zinsanteil hoch, am Ende der Tilgungsanteil.
Mehr dazu →Anschlussfinanzierung
Neuer Kredit für die Restschuld einer Baufinanzierung, wenn die Zinsbindung endet.
Mehr dazu →Ausschüttung
Wenn ein Fonds oder ETF Erträge (z. B. Dividenden) an die Anleger auszahlt, statt sie wieder anzulegen.
B
Basiskonto
Girokonto mit Grundfunktionen, auf das jeder Mensch in Deutschland einen Anspruch hat – auch mit Schulden.
Mehr dazu →Beitragsbemessungsgrenze
Bis zu diesem Einkommen werden Sozialversicherungsbeiträge berechnet. Was darüber liegt, ist beitragsfrei – bringt aber auch keine zusätzlichen Rentenpunkte.
Berliner Testament
Gemeinsames Testament von Ehepartnern, die sich gegenseitig als Alleinerben einsetzen. Die Kinder erben erst nach dem zweiten Todesfall.
Mehr dazu →Berufsunfähigkeitsversicherung
Zahlt eine monatliche Rente, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Für Erwerbstätige eine der wichtigsten Versicherungen.
Besteuerungsanteil
Der Teil der gesetzlichen Rente, der steuerpflichtig ist. Er hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab: 2026 sind es 84 %.
Mehr dazu →Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
Altersvorsorge über den Arbeitgeber, oft per Entgeltumwandlung aus dem Bruttogehalt. Besonders attraktiv, wenn der Arbeitgeber etwas dazugibt.
Mehr dazu →Bonität
Deine Kreditwürdigkeit aus Sicht von Banken und Händlern. Wird u. a. von Auskunfteien wie der SCHUFA eingeschätzt.
Bruttogehalt
Dein Gehalt vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben. Davon kommt beim Netto oft nur 60–70 % an.
Buy now, pay later
„Jetzt kaufen, später zahlen“: Kauf auf Rechnung oder in Raten, oft direkt im Online-Shop. Bequem, aber eine typische Schuldenfalle.
Mehr dazu →C
Cashflow
Was nach allen Ausgaben von deinen Einnahmen übrig bleibt. Die wichtigste Zahl für deinen Vermögensaufbau.
💡 2.600 € Netto − 2.270 € Ausgaben = 330 € Cashflow.
Mehr dazu →D
Depot
Ein Konto für Wertpapiere wie Aktien, Fonds oder ETFs. Wird bei Banken oder Online-Brokern geführt.
Dispositionskredit (Dispo)
Kreditrahmen auf dem Girokonto. Du kannst ins Minus gehen, zahlst dafür aber oft über 10 % Zinsen.
Mehr dazu →Diversifikation
Streuung des Geldes auf viele verschiedene Anlagen, um das Risiko zu senken. „Nicht alle Eier in einen Korb.“
Dividende
Gewinnbeteiligung, die ein Unternehmen an seine Aktionäre auszahlt.
Durchschnittskosteneffekt
Wer regelmäßig den gleichen Betrag anlegt, kauft bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen weniger.
Mehr dazu →E
Echtzeitüberweisung
Überweisung, die in wenigen Sekunden auf dem Empfängerkonto ist – rund um die Uhr. Sie lässt sich praktisch nicht zurückholen.
Mehr dazu →Effektiver Jahreszins
Der Zinssatz eines Kredits inklusive aller Kosten. Die einzige faire Vergleichszahl zwischen Kreditangeboten.
Mehr dazu →Eigenanteil
Der Teil der Pflegeheimkosten, den Bewohner selbst zahlen müssen – im Bundesdurchschnitt 3.364 € im Monat im ersten Jahr (Stand Juli 2026).
Mehr dazu →Einlagensicherung
Gesetzlicher Schutz deiner Bankguthaben: In der EU sind bis zu 100.000 € pro Person und Bank abgesichert.
Elterngeld
Staatliche Leistung nach der Geburt, die einen Teil des wegfallenden Nettoeinkommens ersetzt (meist 65–67 %, 300 bis 1.800 € im Basiselterngeld).
Mehr dazu →Elternunterhalt
Unterhalt, den Kinder für pflegebedürftige Eltern zahlen müssen – erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von über 100.000 €.
Mehr dazu →Enkeltrick
Betrugsmasche, bei der sich Anrufer als Verwandte oder Polizisten ausgeben, um Geld oder Wertsachen zu erbeuten.
Mehr dazu →Entgeltpunkte
Die „Währung“ der gesetzlichen Rente. Ein Jahr mit Durchschnittsverdienst bringt einen Entgeltpunkt.
Mehr dazu →Entnahmeplan
Plan, wie du im Ruhestand regelmäßig Geld aus deinem Vermögen entnimmst, ohne dass es zu früh aufgebraucht ist.
Mehr dazu →Erbausschlagung
Erklärung beim Nachlassgericht, dass man ein Erbe nicht annimmt – meist innerhalb von sechs Wochen. Sinnvoll, wenn der Nachlass überschuldet ist.
Mehr dazu →Erbschaftsteuer
Steuer auf geerbtes Vermögen. Höhe hängt vom Verwandtschaftsgrad und Freibetrag ab.
Mehr dazu →Erbschein
Amtliches Zeugnis vom Nachlassgericht, das zeigt, wer Erbe ist. Banken und Grundbuchamt verlangen ihn oft.
Erwerbsminderungsrente
Rente für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr oder nur noch wenige Stunden am Tag arbeiten können.
Mehr dazu →ETF
Exchange Traded Fund: ein börsengehandelter Fonds, der einen Index nachbildet. Meist breit gestreut und günstig.
Mehr dazu →F
Festgeld
Geldanlage mit festem Zins für eine feste Laufzeit. Bis zum Ende kommst du nicht an das Geld.
Mehr dazu →Finanzielle Freiheit
Der Punkt, an dem dein Vermögen deine Lebenshaltungskosten dauerhaft deckt und Arbeit optional wird.
Mehr dazu →Fixkosten
Ausgaben, die jeden Monat gleich anfallen: Miete, Versicherungen, Raten, Abos.
Forward-Darlehen
Kredit, mit dem du dir heute die Zinsen für eine Anschlussfinanzierung in einigen Jahren sicherst – gegen einen Zinsaufschlag.
Mehr dazu →Freistellungsauftrag
Auftrag an deine Bank, Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag (1.000 € pro Person) nicht zu versteuern.
Mehr dazu →G
Girocard
Die klassische deutsche Bankkarte (früher EC-Karte). Das Geld wird sofort vom Girokonto abgebucht.
Mehr dazu →Grunderwerbsteuer
Steuer beim Kauf einer Immobilie, je nach Bundesland 3,5 % bis 6,5 % des Kaufpreises.
Mehr dazu →Grundfreibetrag
Der Teil des Einkommens, auf den keine Einkommensteuer anfällt. 2026 sind das 12.348 € im Jahr, für Verheiratete das Doppelte.
💡 Wer als Rentner insgesamt weniger zu versteuerndes Einkommen hat, zahlt keine Steuern.
Mehr dazu →Grundrente
Zuschlag zur Rente für Menschen mit mindestens 33 Jahren Arbeit, Kindererziehung oder Pflege und kleinem Verdienst. Wird automatisch geprüft.
Mehr dazu →Grundversorgung
Der Strom- oder Gastarif des örtlichen Grundversorgers, in den du automatisch kommst, wenn du keinen anderen Vertrag hast – oft besonders teuer.
Mehr dazu →H
Haushaltsbuch
Aufzeichnung aller Einnahmen und Ausgaben. Schon ein Monat zeigt die größten Lecks.
Mehr dazu →Haushaltsnahe Dienstleistungen
Arbeiten im Haushalt wie Reinigung, Gartenpflege oder Pflege. 20 % der Arbeitskosten werden direkt von der Steuer abgezogen.
Mehr dazu →I
Index
Ein Korb aus Wertpapieren, der einen Markt abbildet, z. B. die größten Unternehmen eines Landes oder der Welt.
Inflation
Allgemeiner Anstieg der Preise. Dein Geld verliert dadurch an Kaufkraft.
💡 Bei 2,5 % Inflation sind 1.000 € nach 20 Jahren nur noch rund 610 € wert.
Mehr dazu →Inkasso
Unternehmen, die im Auftrag eines Gläubigers offene Forderungen eintreiben. Seriöse Inkassobüros sind im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen.
Mehr dazu →K
Kaufkraft
Was du dir mit einem Geldbetrag tatsächlich kaufen kannst. Sinkt durch Inflation.
Kaufnebenkosten
Zusätzliche Kosten beim Immobilienkauf: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, ggf. Makler. Oft 8–12 % des Preises.
Kinderzuschlag
Zusätzliche Leistung für Familien mit kleinem Einkommen, die zwar ihren eigenen Bedarf decken, aber nicht den ihrer Kinder.
Kontowechselhilfe
Gesetzlicher Service: Die neue Bank holt sich alle Daueraufträge und Lastschriften von der alten und richtet sie neu ein.
Mehr dazu →L
Lifestyle-Inflation
Wenn deine Ausgaben mit jeder Gehaltserhöhung mitwachsen – und am Ende nicht mehr übrig bleibt als vorher.
Mehr dazu →Liquidität
Wie schnell du an dein Geld kommst. Tagesgeld ist sehr liquide, eine Immobilie kaum.
M
Mahnbescheid
Offizielles Schreiben vom Amtsgericht im gelben Umschlag. Du hast zwei Wochen Zeit, um zu widersprechen.
Mehr dazu →N
Nachlassgericht
Abteilung des Amtsgerichts, die sich um Testamente, Erbscheine und Erbausschlagungen kümmert.
Nebenkostenabrechnung
Jährliche Abrechnung des Vermieters über Betriebskosten wie Wasser, Heizung, Müll und Hausmeister. Sie muss spätestens zwölf Monate nach dem Abrechnungszeitraum kommen.
Mehr dazu →Nettogehalt
Was nach Steuern und Sozialabgaben auf deinem Konto ankommt.
Nettovermögen
Alles, was du besitzt, minus alle Schulden.
💡 Wohnung 300.000 € + Depot 20.000 € − Kredit 180.000 € = 140.000 €.
Mehr dazu →Nießbrauch
Recht, eine Sache zu nutzen, die einem anderen gehört – etwa in einem verschenkten Haus wohnen zu bleiben oder die Miete zu behalten.
Mehr dazu →Notgroschen
Reserve für unerwartete Ausgaben – meist 3–6 Monatsausgaben auf einem Tagesgeldkonto.
Mehr dazu →P
P-Konto (Pfändungsschutzkonto)
Ein Girokonto, auf dem ein monatlicher Grundbetrag vor Pfändung geschützt ist. Jede Bank muss ein Konto auf Wunsch umwandeln.
Mehr dazu →Patientenverfügung
Schriftliche Festlegung, welche medizinischen Behandlungen du wünschst, wenn du dich selbst nicht mehr äußern kannst.
Mehr dazu →Pendlerpauschale
Steuerlicher Abzug für den Weg zur Arbeit: seit 2026 38 Cent pro Kilometer der einfachen Strecke, ab dem ersten Kilometer.
💡 20 km an 220 Tagen ergeben 1.672 € Werbungskosten.
Mehr dazu →Pflegegrad
Einstufung der Pflegebedürftigkeit von 1 bis 5. Davon hängt ab, wie viel Geld die Pflegekasse zahlt.
Mehr dazu →Pflichtteil
Mindestanteil am Erbe, den enge Angehörige (Kinder, Ehepartner) auch bei Enterbung verlangen können: die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.
Mehr dazu →Phishing
Betrugsversuch per E-Mail, SMS oder Messenger, um an Passwörter, Kartendaten oder TANs zu kommen.
Mehr dazu →Privatinsolvenz
Gerichtsverfahren für Menschen, die ihre Schulden nicht mehr bezahlen können. Am Ende steht meist die Restschuldbefreiung.
Mehr dazu →R
Realrendite
Rendite nach Abzug der Inflation. Die Zahl, die zeigt, ob dein Geld wirklich wächst.
💡 6 % Rendite − 2 % Inflation ≈ 4 % Realrendite.
Regelaltersgrenze
Das Alter, ab dem du ohne Abschläge in Rente gehen kannst. Für alle ab Jahrgang 1964 sind das 67 Jahre.
Mehr dazu →Rendite
Der Ertrag einer Geldanlage, meist in Prozent pro Jahr angegeben.
Rentenabschlag
Kürzung der Rente um 0,3 % für jeden Monat, den du vor der Regelaltersgrenze in Rente gehst – lebenslang.
💡 4 Jahre früher = 14,4 % weniger Rente.
Mehr dazu →Renteninformation
Jährliches Schreiben der Deutschen Rentenversicherung ab 27 mit deinen bisherigen Ansprüchen und einer Hochrechnung.
Mehr dazu →Rentenlücke
Die Differenz zwischen dem, was du im Alter brauchst, und dem, was die gesetzliche Rente netto zahlt.
Mehr dazu →Rentenwert (aktueller)
Euro-Betrag, den ein Entgeltpunkt pro Monat an Rente bringt. Wird jährlich zum 1. Juli angepasst. Seit 1. Juli 2026: 42,52 €.
Restschuldbefreiung
Am Ende einer Privatinsolvenz werden die meisten übrigen Schulden gestrichen – in der Regel nach drei Jahren.
Mehr dazu →Restschuldversicherung
Versicherung, die einen Kredit bei Tod, Krankheit oder Arbeitslosigkeit zahlen soll. Oft teuer und freiwillig.
Risikolebensversicherung
Zahlt eine vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen, wenn du stirbst. Wichtig für Familien und Immobilienkäufer.
S
Schenkungsteuer
Steuer auf Schenkungen zu Lebzeiten. Es gelten dieselben Freibeträge wie beim Erbe – alle zehn Jahre neu.
Mehr dazu →SCHUFA
Die bekannteste Auskunftei in Deutschland. Sammelt Daten zu Krediten und Zahlungsverhalten. Eine kostenlose Datenkopie kannst du jederzeit anfordern.
Schuldnerberatung
Kostenlose Hilfe bei Schulden, z. B. von Verbraucherzentralen, Caritas, Diakonie, AWO oder Kommunen.
Mehr dazu →Sondertilgung
Zusätzliche Rückzahlung eines Kredits außerhalb der normalen Rate. Spart Zinsen.
Sparerpauschbetrag
Steuerfreibetrag für Kapitalerträge: 1.000 € pro Person und Jahr, 2.000 € für zusammen veranlagte Paare.
Mehr dazu →Sparplan
Regelmäßige, automatische Einzahlung in eine Geldanlage, z. B. monatlich 100 € in einen ETF.
Mehr dazu →Sparquote
Anteil deines Nettoeinkommens, den du sparst. Der wichtigste Hebel für Vermögensaufbau.
💡 330 € Sparen von 2.600 € Netto = 12,7 % Sparquote.
Mehr dazu →Sterbevierteljahr
Die ersten drei Monate nach dem Tod des Ehepartners, in denen die volle Rente des Verstorbenen weitergezahlt wird.
Mehr dazu →Steuerklasse
Bestimmt, wie viel Lohnsteuer jeden Monat einbehalten wird. Die endgültige Steuer ergibt sich erst aus der Steuererklärung.
Mehr dazu →T
Tagesgeld
Verzinstes Konto, auf das du täglich zugreifen kannst. Ideal für den Notgroschen.
Teilfreistellung
Bei Aktienfonds und Aktien-ETFs sind 30 % der Erträge steuerfrei.
Testament
Letzter Wille. Eigenhändig muss es komplett von Hand geschrieben und unterschrieben sein.
Mehr dazu →Thesaurierend
Ein Fonds, der Erträge nicht ausschüttet, sondern automatisch wieder anlegt. Gut für den Zinseszins.
Tilgung
Der Teil der Kreditrate, der die Schuld tatsächlich verringert.
V
Verjährung
Nach Ablauf einer Frist kann eine Forderung nicht mehr eingeklagt werden. Die meisten Forderungen verjähren nach drei Jahren zum Jahresende.
Mehr dazu →Versorgungsausgleich
Bei einer Scheidung werden die während der Ehe erworbenen Rentenansprüche zwischen beiden Partnern geteilt.
Mehr dazu →Vorabpauschale
Fiktiver Ertrag, der bei thesaurierenden Fonds jährlich versteuert wird – meist im Januar abgebucht.
Vorsorgevollmacht
Dokument, mit dem du eine Person bestimmst, die für dich entscheidet, wenn du es selbst nicht mehr kannst.
W
Werbungskosten
Ausgaben, die du hast, um dein Gehalt zu verdienen – etwa für den Arbeitsweg, Arbeitsmittel oder Fortbildungen. 1.230 € im Jahr werden automatisch berücksichtigt.
Mehr dazu →Wertverlust
Wie viel ein Gegenstand (z. B. ein Auto) mit der Zeit an Wert verliert. Oft der größte, aber unsichtbarste Kostenblock.
Mehr dazu →Widerrufsrecht
Recht, Verträge aus dem Internet, am Telefon oder an der Haustür innerhalb von 14 Tagen ohne Begründung rückgängig zu machen.
Mehr dazu →Witwenrente
Hinterbliebenenrente für Ehe- und eingetragene Lebenspartner. Die große Witwenrente beträgt in der Regel 55 % der Rente des Verstorbenen.
Mehr dazu →Wohngeld
Zuschuss zur Miete oder für Eigentümer zu den Wohnkosten für Haushalte mit kleinem Einkommen – auch für viele Rentner.
Mehr dazu →Z
Zinsbindung
Zeitraum, in dem der Zins eines Kredits fest bleibt – bei Baufinanzierungen oft 10 bis 15 Jahre.
Mehr dazu →Zinseszins
Zinsen, die auf bereits erhaltene Zinsen gezahlt werden. Lässt Vermögen über lange Zeit exponentiell wachsen.
Mehr dazu →Zugewinngemeinschaft
Gesetzlicher Güterstand in der Ehe. Bei Scheidung wird der während der Ehe erzielte Vermögenszuwachs ausgeglichen.
Mehr dazu →Zusatzbeitrag
Beitrag, den jede gesetzliche Krankenkasse zusätzlich zum allgemeinen Beitragssatz festlegt. Steigt er, darfst du sofort die Kasse wechseln.
Mehr dazu →Die größten Geld-Mythen im Check
„Wer mehr verdient, ist automatisch reicher.“
Toms Wahrheit: Nein. Vermögen entsteht aus dem, was übrig bleibt, nicht aus dem, was reinkommt. Viele Gutverdiener geben jede Erhöhung sofort wieder aus.
„Wer reich aussieht, ist auch reich.“
Toms Wahrheit: Oft ist das Gegenteil wahr. Leasing-SUV und Designer-Küche sind häufig auf Kredit gekauft. Echtes Vermögen sieht man selten.
„Sparen lohnt sich bei wenig Gehalt nicht.“
Toms Wahrheit: Gerade dann! 50 € im Monat über 30 Jahre bei 6 % werden zu rund 50.000 €. Entscheidend ist die Gewohnheit, nicht die Höhe.
„Die Rente reicht schon irgendwie.“
Toms Wahrheit: Bei 3.000 € brutto liegt die gesetzliche Rente nach 45 Jahren bei rund der Hälfte deines heutigen Nettos. Die Lücke ist für fast alle real.
„Arme leben günstiger als Reiche.“
Toms Wahrheit: Leider oft nicht: Dispozinsen, Ratenkäufe, Mahngebühren und billige Dinge, die schnell kaputtgehen, machen Armut teuer.
„Ein Haus ist immer die beste Geldanlage.“
Toms Wahrheit: Ein Haus ist zuerst ein Zuhause. Zinsen, Instandhaltung und Nebenkosten können Kaufen teurer machen als Mieten und Anlegen.
„Miete ist rausgeschmissenes Geld.“
Toms Wahrheit: Auch Eigentümer zahlen „Miete“ – an die Bank (Zinsen), an Handwerker und an den Staat. Nur die Tilgung baut Vermögen auf.
„Aktien sind Glücksspiel.“
Toms Wahrheit: Einzelne Aktien können riskant sein. Ein breit gestreuter ETF über 15+ Jahre hat historisch aber deutlich mehr mit Geduld als mit Glück zu tun.
„0 % Finanzierung ist geschenktes Geld.“
Toms Wahrheit: Der Preis ist oft schon eingepreist, und „Später zahlen“ verführt dazu, mehr zu kaufen, als du dir leisten kannst.
„Für Vermögensaufbau ist es mit 50 zu spät.“
Toms Wahrheit: Nie. Auch 10–15 Jahre reichen, um spürbar etwas aufzubauen – und schon ein kleiner Puffer gibt dir Freiheit.
„Mit Karte zahlen ist dasselbe wie bar.“
Toms Wahrheit: Studien zeigen: Mit Karte geben Menschen oft mehr aus, weil es sich weniger wie Bezahlen anfühlt.
„Mein Partner kümmert sich ums Geld, das reicht.“
Toms Wahrheit: Bis zur Trennung oder zum Todesfall. Beide sollten Konten, Verträge und Rentenansprüche kennen.