Die Rentenlücke: Was von deinem Gehalt im Alter wirklich übrig bleibt
Entgeltpunkte, Rentenwert, Abzüge: Wie die gesetzliche Rente berechnet wird – verständlich, Schritt für Schritt, mit Beispiel.
✍️ Tom erklärt Geld📅 Stand: November 2026ℹ️ Keine individuelle Beratung
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Tom kurz gesagt
Deine Rente richtet sich nach Entgeltpunkten: 1 Punkt = ein Jahr Durchschnittsverdienst. Von der Bruttorente gehen Kranken- und Pflegeversicherung und ggf. Steuern ab. Die Lücke zwischen Netto heute und Rente ist für fast alle real – und früh günstig zu schließen.
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Wie die gesetzliche Rente funktioniert
Die deutsche Rente ist ein Umlagesystem: Die Beiträge der heute Arbeitenden bezahlen die Renten von heute. Du sparst also nicht auf ein eigenes Konto, sondern sammelst Ansprüche – in Form von .
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Entgeltpunkte einfach erklärt
Für jedes Jahr, in dem du genau so viel verdienst wie der Durchschnitt aller Versicherten, bekommst du einen Entgeltpunkt. Verdienst du die Hälfte, gibt es einen halben Punkt. Verdienst du das Doppelte, gibt es zwei (bis zur ).
Der Rentenwert ist der Euro-Betrag, den ein Entgeltpunkt pro Monat bringt. Er wird jedes Jahr zum 1. Juli angepasst: Seit 1. Juli 2026 liegt er bei 42,52 €.
Das vorläufige Durchschnittsentgelt für 2026 liegt bei rund 52.000 € im Jahr – also gut 4.300 € brutto im Monat. Das überrascht viele: Wer 3.000 € brutto verdient, fühlt sich wie ein Durchschnittsverdiener, liegt aber nur bei etwa 0,7 Entgeltpunkten pro Jahr.
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Beispiel: 3.000 € brutto, 45 Jahre
Schritt
Wert
Jahresbrutto
36.000 €
Entgeltpunkte pro Jahr (36.000 ÷ ~51.900)
ca. 0,69
× 45 Beitragsjahre
ca. 31 Punkte
× Rentenwert 42,52 €
ca. 1.320 € brutto
− Kranken- & Pflegeversicherung (ca. 12–13 %)
ca. 1.155 €
Heute hat diese Person rund 2.000–2.100 € netto ( I). Im Alter bleiben ihr also nur gut die Hälfte – und das bei 45 Jahren ohne eine einzige Lücke. Wer studiert hat, arbeitslos war oder in Teilzeit gearbeitet hat, bekommt weniger.
Wichtig
Das ist eine vereinfachte Rechnung in heutigen Werten. Kindererziehungszeiten erhöhen die Rente, Abschläge bei Rentenbeginn vor der senken sie. Je nach Gesamteinkommen kommen im Alter noch Steuern dazu.
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Deine Renteninformation lesen
Ab 27 bekommst du jedes Jahr Post von der Deutschen Rentenversicherung. Die wichtigste Zeile: „Höhe Ihrer künftigen Regelaltersrente“, wenn du bis zum Rentenbeginn so weiter verdienst wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Achtung: Das ist eine Bruttozahl und berücksichtigt keine .
Prüfe außerdem deinen Versicherungsverlauf auf Lücken. Fehlende Zeiten (Ausbildung, Bundeswehr, Kindererziehung) kannst du nachmelden – das bringt bares Geld.
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Wie du die Lücke schließt
Früh anfangen. Mit 25 reichen oft kleine Beträge, mit 50 wird es teuer. Der braucht Zeit.
prüfen, besonders wenn der Arbeitgeber etwas dazugibt. Dann ist sie fast immer sinnvoll.
Private Vorsorge mit niedrigen Kosten: Ein breit gestreuter ETF-Sparplan ist für viele die einfachste Lösung.
Staatliche Förderungen mitnehmen, wenn sie zu dir passen (z. B. Zulagen, Steuervorteile). Kosten und Bedingungen genau prüfen.
Schulden bis zur Rente abbezahlt haben – vor allem eine Immobilie. Mietfrei wohnen ist die beste Rentenerhöhung.